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  • Annette Walser

Warum unser Küchenbuffet Erwin etwas Besonderes ist

Erst vor kurzem hatte es einen großen Auftritt in dem Kinofilm Trautmann von Rosenmüller. Damals war es noch so wie auf dem Bild unten. Entdeckt haben wir es in einem Dorf im tiefsten Oberbayern – aufgereiht mit unzähligen weiteren Schränken und Anrichten in einem Lager. Es war Liebe auf den ersten Blick, auch wenn es zugebenermaßen eine Ruine war: die originalen Musselin Gläser und seine Formen hatten es uns einfach angetan.


Erwin heißt eigentlich der Besitzer, dessen Vater ein leidenschaftlicher Sammler war. Nun ist der Sohn damit beschäftigt, sich nach und nach von den Hinterlassenschaften zu befreien. Wir fanden seinen Namen so cool, dass wir das Buffet kurzerhand nach ihm benannt haben. In unserer Werkstatt geben wir den Stücken meistens einen Namen, damit wir sie auseinanderhalten können.


Ursprünglich stammt "unser Erwin" aus Ungarn - wie man an der Machart erkennen kann. Auch das grün ist ganz typisch für die Möbel von dort – nur leider war es schon so bröckelig, dass es bereits bei der Reinigung abging. Mit sechs Kübeln Seifenwasser haben wir es sauber bekommen – jetzt kann man auch die ursprüngliche Holzfarbe innen erkennen. Konstruktiv gab es auch Einiges zu tun, damit es wieder stabil dasteht. Die Filmcrew hatte es einfach mit unglaublich vielen Klammern zusammengetackert – das war jedoch keine Lösung von Dauer. Wir haben ihm einen neuen grünen Anstrich verliehen – und das alte grün schimmert partiell noch hindurch. Die neue Fassung ist dann bei den Küchenbuffets in der Rubrik Möbel zu sehen.






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