Almhütte im Dornröschenschlaf 

Wir hatten schon lange den Wunsch, in den Bergen einen kleinen Rückzugsort zu haben. Im Frühjahr 2017 habe ich nach einem Schlüsselerlebnis auf dem Lykischen Weg Michael mitgeteilt: "Wir brauchen jetzt eine Almhütte." Anfangs war er mäßig begeistert, weil er vor allem die Arbeit gesehen hat, die damit verbunden war. Und es war eine Menge Arbeit, die wir in die von uns gepachtete Alm gesteckt haben, nachdem sie seit Jahren ungenutzt war.  

 

Zunächst einmal haben wir zwei komplette VW Bus Fuhren entrümpelt - und dabei ein paar alte Schätze gefunden.  Anschließend haben wir den Block und die Böden professionell gereinigt. Nach und nach haben wir die Einrichtung zusammengestellt - den Jogltisch in der Küche haben wir in einer Privatanzeige gefunden,

das Emailgeschirr ist größtenteils von Flohmärkten, die Kissen habe ich aus altem Leinen genäht ... manches haben wir auch selbst gebaut - z.B. das neue Zirbenholzbett. Den Garderobenschrank haben wir aus der Tür eines alten Bauernschranks  entworfen und das Absturzgeländer zur Empore ist ein Teil einer ehemaligen Leiter. Ein kleines, einfaches Badezimmer mit Wänden aus alten Balken und Fenster wurde im Vorraum integriert...

 

Die Herausforderung bestand für uns vor allem darin, den einfachen, ursprünglichen Charakter zu bewahren und die Erneuerungen so zu gestalten, dass sie sich so einfügen als wären sie schon immer da gewesen. Jetzt genießen wir unsere Auszeiten dort oben in vollen Zügen. 

Ehemaliges 60er-Jahre Haus und

neue Restaurierungswerkstatt mit Flair 

Michael hatte schon lange den Traum von einer eigenen Werkstatt - den er sich dann 2010 erfüllte. Wir wollten jedoch keinen nüchternen Neubau, sondern eine Werkstatt mit historischem Flair. Deswegen haben wir einen alten Dielenboden, ein Rundbogenfenster aus einer alten Münchner Villa, eine doppelflügelige Eichentür, alte Sprossenfenster... eingebaut. Wenn Sie uns besuchen kommen, bringen Sie etwas Zeit mit - es gibt viele Stücke mit Geschichte zu entdecken.

 

Unser Haus ist leider kein wirklich altes Gemäuer sondern stammt aus den "reizvollen 60-ern". Wie gelingt es nun hier, Flair reinzubringen? Im Grunde haben wir alles verändert, was man verändern kann. 2011 haben wir mit

der kompletten Renovierung begonnen. Der zweite Stock wurde neu aufgebaut mit Quergiebel und Dachgauben. Alle Fenster wurden erneuert - die alten Fensterläden kamen später dazu. Wir haben die Raumaufteilung im 1. Stock verändert, Wände durchgerissen, neue Eichendielenböden verlegt. Alte Vollziegel hatten es uns besonders angetan, deswegen zieren sie jetzt unseren Badezimmerboden und umranden den Kaminofen. Die Wände sind größtenteils mit Lehm verputzt. Wir haben überall alte Türen eingebaut und zuletzt auch noch das Treppenhaus mit alten Eichenstufen umgestaltet. Wir leben mit vielen historischen Möbeln und Bauelementen und freuen uns jeden Tag an dem Charme, den sie unserem Haus durch ihre Patina  verleihen.